Spaziergang im Frühling

Im Winter darf der Hund über die gefrorenen oder schneebedeckten Wiesen und Matten spurten, darf dem Ball nachjagen und sich genüsslich wälzen. Im Frühling heisst es dann wieder „uf em Wägli bliibe“! Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass ab Mitte März keine Felder und Äcker mehr betreten werden dürfen. Auch wenn es vielleicht noch nicht so sehr gut sichtbar ist, Gras und Getreide wachsen bereits und die noch dünnen Halme und kleinen Wurzeln sind nicht sehr widerstandsfähig und würden durch die Hundepfoten zerstört. Mäuselöcher ausgrabende Hunde müssen dann entlang von Feldern konsequent an der Leine geführt werden, wenn sie nicht von ihrem Tun abgehalten werden können. Lernen Sie Ihrem vierbeinigen Begleiter doch das Kommando „Weg“ oder rufen Sie es ihm nach dem Winter schnell wieder in Erinnerung! Die Landwirte werden es Ihnen danken und später im Sommer auch nichts dagegen einzuwenden haben, wenn Sie mit dem Hund auf den frisch gemähten Wiesen üben und spielen!

Denken Sie in dieser Jahreszeit auch an die Zeckenvorbeugung! Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber.

Der Frühling ist auch eine gute Gelegenheit, um den Hund wieder einmal zu entwurmen, fragen Sie auch hier Ihren Tierarzt nach dem Vorgehen.

Aber nicht nur die Felder sind für uns und unsere Hunde tabu geworden, im Wald müssen wir noch mehr als sonst darauf achten, dass die Wildtiere nicht gestört werden, da jetzt Rehe, Hasen, Füchse, Igel, Marder, Eichhörnchen usw. alle Junge erwarten, und die werdenden Muttertiere auf keinen Fall gehetzt werden dürfen. Jetzt müssen und dürfen wir unsere Fantasie walten lassen, damit unsere Hunde gar nicht erst vor Langeweile auf "dumme" Gedanken kommen! Ich beschäftige meinen Hund mit allerlei Versteckspielen. Dabei nutze ich Erdhügel, Wurzelstöcke von umgestürzten Bäumen, Baumstrünke und anderes mehr als Versteckmöglichkeiten. Auch spiesse ich mal ein "Frolic" auf einen dünnen Zweig oder hänge einen Ball an einem Baum auf. Er findet es furchtbar lustig, seine Belohnung auch in höheren Regionen zu suchen! Oder ich verstecke etwas in einem Haufen mit Häcksel oder Laub. Beschäftigen Sie doch ihren "Besten Freund" einmal so richtig mit geistigen Aufgaben, er wird es Ihnen mit viel mehr Aufmerksamkeit danken und die Spaziergänge werden wieder vermehrt zu einem gemeinsamen Unternehmen von Hund und Mensch!